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Medikamente nicht in Asien und Afrika kaufen

Es wird mal wieder davor gewarnt, Medikamente in Afrika und Aisen zu kaufen. In vielen Ländern seien 25 Prozent und mehr aller Arzenimittel gefälscht oder unbrauchbar. Davor warnt das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

Knapp 200.000 Todesfälle aufgrund Malaria könnten laut WHO verhindert werden, wenn die eingesetzten Medikamente wirksam wären. In China sterben jedes Jahr ungefähr 100.000 Menschen durch die Einnahme gefälschter Medikamente.

Nur 30% der Länder besitzen wirksame Arzneimittelkontrollen. Wegen des missbräuchlichen Einsatzes von Arzneimitteln werden weltweit immer häufiger Resistenzen beobachtet, wie das jüngste Beispiel der Ausbreitung multiresistenter Tuberkuloseerreger in Südafrika zeigt.

Empfehlung für Reisende

* Immer mit einem Arzt am Heimatort über notwendige Medikamenteneinnahmen sprechen.

* Sollte man bestimmte Medikamente für die dauerhafte Benutzung benötigen, sollte man diese in ausreichender Menge vor der Reise besorgen.

* Sollte man doch im Ausland ein Medikament benötigen, achten Sie auf die Qualität der Apotheke, auf Verfallsdaten und Packungszustand. Fragen Sie dann auch nach der Herkunft des Medikamentes.

* Vor Behandlungen im Ausland eine kompetente ärztliche Zweitmeinung einholen.

* Bei pflanzlichen oder traditionellen Medikamenten, die nicht unbedingt nötig sind, sollten Sie sich zurückhalten.

Beispiele von Verdachtsfällen

Etwa 5,7 Millionen Menschen in Indien sind mit HIV infiziert und davon sollen mindestens 20% die Infektion durch das Gesundheitswesen erworben haben (Promed 2006). Seit 2005 war in Indien eine unbekannte Anzahl abgelaufener HIV-Tests im Umlauf, die HIV infizierte Blutprodukte nicht positiv testeten. Über 100.000 Tests wurden beschlagnahmt, der unbekannte Rest blieb im Umlauf.

In Südasien wurden von Paul Newton und Kollegen 104 Proben des hochwirksamen Malaria-Medikamentes Artesunate untersucht. Die Proben wurden in Apotheken, Krankenhäusern, Gesundheitsläden und Märkten bezogen. Bei 38% der Präparate handelte es sich um Medikamentenfälschungen. Spitzenreiter unter den untersuchten Ländern war Vietnam mit 64% gefälschten Präparaten.

2 Reaktionen zu “Medikamente nicht in Asien und Afrika kaufen”

  1. PETER

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